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Meldung

Nautor Swan feiert 60 Jahre Werftgeschichte mit 170 Yachten in Porto Cervo

Hundertsiebzig Swan-Yachten in einem einzigen Hafenbecken – das sieht man auch im Mittelmeer nicht alle Tage. Wie der Offshore Racing Congress aus Porto Cervo meldet, hat sich dort zum 60. Werftjubiläum von Nautor Swan eine Rekordflotte versammelt, um den 23.

aktualisiert 16. September 2026

Nautor Swan feiert 60 Jahre Werftgeschichte mit 170 Yachten in Porto Cervo

Rolex Swan Cup zu segeln. Für mich als bekennenden Freund klassischer Linien ist das weniger Glanzveranstaltung als ein aufgeschlagenes Logbuch finnischer Werftgeschichte.

Sechs Jahrzehnte, ein Schandeckel

Das Teilnehmerfeld liest sich wie ein Querschnitt durch sechzig Jahre Bootsbau. Am einen Ende liegt die Tarantella, eine Swan 36-001 von Sparkman & Stephens aus dem Jahr 1966 – das erste Schiff überhaupt, das in Pietarsaari vom Stapel lief, eigens zum Geburtstag restauriert. Am anderen Ende stehen die jüngsten Maxis: die Swan 128 Be Cool und Raijin sowie der frisch getaufte Swan 80 Elvi, allesamt aus der Feder von Germán Frers.

Was mich schmunzeln lässt: Hier liegen Rümpfe nebeneinander, die sich sonst kaum grüßen würden – vom frühen S&S-Klassiker bis zum Kohlefaser-Racer – und tragen doch alle denselben Schandeckel und irgendwie dieselbe Philosophie. In Zeiten, in denen jede Werft alle drei Jahre ihr Logo umwirft, ist das schon eine Ansage.

Tanz der Schwäne und ein stiller Gruß

Zur Eröffnung lief der sogenannte „Dance of the Swans" – alle 170 Yachten segelten in Formation um die Isola dei Monaci, einen der ikonischsten Wegpunkte im La-Maddalena-Archipel. Gewidmet war dieser Auftakt dem kürzlich verstorbenen Regattafotografen Carlo Borlenghi. Ohne solche Bilder bliebe uns später nur die Ergebnisliste, also genau richtig.

Ab morgen wird dann richtig gekämpft – erste Startbereitschaft um 12 Uhr mittags, verteilt auf fünf One-Design-Klassen vom ClubSwan 28 bis zum ClubSwan 50.

Was für den Fahrtensegler hängen bleibt

Die prominenten Namen muss ich nicht alle auflisten, aber zwei lohnen den Blick: Lionel Lemonchois, zweimaliger Route-du-Rhum-Sieger, segelt zusammen mit Frankreichs heutiger Meeresministerin Catherine Chabaud auf der Swan 55 Storm. Und die Translated 9 ist mit von der Partie – jene Swan 65, mit der Clare Francis 1977/78 Fünfte der Whitbread wurde und die nun für die Ocean Globe Race 2027 gemeldet ist.

Was bleibt für uns Fahrtensegler? Eine Werft, die es über sechs Jahrzehnte schafft, vom handwerklichen Solitär bis zum Hightech-Racer eine erkennbare Linie zu halten, ohne die Tradition zu verraten. Wer einmal einen alten Swan von innen gesehen hat, mit seinen Teakflächen und der Patina im Salon, weiß: Da wurde noch gedacht und nicht nur konstruiert. Ob ich selbst jemals über die Pütze einer Swan kriechen werde – mal sehen. Solide Schiffe altern langsam, aber gut.