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Handwerkskunst in Greenport: Vier Bootsbauer geben Einblicke in ihre maritime Tradition

Wie der Riverhead News Review berichtet, hat in Greenport an der amerikanischen Ostküste die Maritime Festival Week begonnen – und der Auftakt gehörte jenen, die unsere Boote am besten kennen.

aktualisiert 22. September 2026

Handwerkskunst in Greenport: Vier Bootsbauer geben Einblicke in ihre maritime Tradition

'Meet the Boat Builders' – Bootsbauer im Gespräch über Greenports Handwerk

Bei einem Podiumsgespräch von „Times Review Talks" saßen vier Veteranen des East End zusammen, um über Handwerk, Problemlösung und die Liebe zum Beruf zu sprechen. Ort und Zeit: Mittwochabend, von halb sechs bis halb acht, in der über 10.000 Quadratfuß großen Werkstatt von Wooden Boatworks in Southold.

Vier Wege, ein Handwerk

Patrick Brennan ist stellvertretender Bürgermeister von Greenport, gelernter Bauarchitekt und heute Betreiber der Southolder Werkstatt. Anders Langendal lernte das Handwerk als Jugendlicher in Schweden und gab es später an seine Söhne weiter. Paul Gartside wuchs in einer Werft im englischen Cornwall auf und entwirft heute Boote aus einer kleinen Werkstatt in East Hampton. John Needham wiederum verbrachte Jahrzehnte in Coecles Harbor auf Shelter Island mit Bau, Reparatur und Restaurierung. Vier ganz unterschiedliche Lebensläufe, alle in demselben Handwerk gelandet – und allein das ist schon eine stille Ermutigung für jeden, der auf dem Wasser dazulernen will.

Was Segler mit nach Hause nehmen

Mich hat bei solchen Geschichten immer beruhigt, dass selbst die Routiniers betonen, wie viel Raum es zum Lernen gibt. Brennan hob hervor, dass die großzügigen Arbeitsbereiche mit mehreren Buchten es seinem Team ermöglichen, das eigene Können wirklich auszuschöpfen und qualifizierte Arbeitsplätze ganzjährig zu sichern. Gartside erklärte, die Holzbootkultur präge das Bild der North Fork enorm – solche Gemeinschaften wüchsen meist um einzelne Enthusiasten herum, die dann die nötigen Handwerker anzögen. Needham brachte es mit einem Schmunzeln auf den Punkt: Er liebe das Lernen und das Leben auf dem Wasser – nur Hurrikans und Nordoststürme seien ihm ein Graus.

Der Faden zur Tradition

Am Ende bleibt für uns Segler etwas, das mir auch nach vielen Jahren an der Pinne noch wichtig ist: Hinter dem Rumpf, auf dem wir uns bei jeder Bö sicher fühlen, stehen Menschen mit Erfahrung, Geduld und jahrzehntelangem Können. Wooden Boatworks betreibt übrigens auch die historische Hanff's Boatyard an der Sterling Street in Greenport – ein direkter Faden zurück in die Walfang- und Schiffbautradition des Ortes. Genau dort wird sichtbar, dass Handwerk und maritimes Gedächtnis keine Selbstverständlichkeit sind, sondern gepflegt werden wollen.